Digitale Welt im Alter.

Senioren leben oft in einer meist analogen Welt und das hat verschiedene Gründe.
Hat der Umgang mit den neuen Techniken und Medien im Leben der Senioren eine untergeordnete Rolle gespielt, so tun sie sich oftmals schwer in der neuen digitalen Welt. Sie haben schlicht und ergreifend den Anschluss verpasst. Dies müssen wir als Gesellschaft akzeptieren, denn nicht alle Menschen haben dasselbe technische Verständnis und Interesse. Der Zugang zu den neu entwickelten Medien war nicht selbstverständlich und oftmals eine Frage des Geldes. Das Leben der Senioren war arbeitsreich, oft geprägt durch körperliche Anstrengungen. Eine damals bodenständige Lebensweise sah die Neuerungen eher als Spinnerei.
Herausforderungen für Senoren mit den digitalen Medien
Für einen jungen Menschen, der mit dieser Technik aufgewachsen ist der Umgang damit kein Problem. Im Gegenteil sie lechzen nach immer neuen Kicks und suchen die Herausforderungen. Unabhängig von eventuell fehlendem technischem Verständnis der Senioren gibt es eine ganze Reihe Faktoren, die das Alter mit sich bringt. Im Alter lässt die Sehkraft und auch das Hörvermögen nach. Die visuelle Verarbeitung von bewegten Bildern ist erschwert und das alles zusammen macht die Teilhabe in der modernen digitalen Welt schwierig für Senioren. Da ist nur verständlich, wenn man sich im Alter darauf besinnt, was vertraut ist und ein sicheres Gefühl vermittelt. Die gute althergebrachte Zeitung oder der geschriebene Brief.
Senioren brauchen Hilfe
Senioren sind hier auf Hilfe angewiesen, denn viele Angelegenheiten wie Anträge, Formulare und vieles mehr werden heute nur noch digital bearbeitet. Selbst einfache Anrufe bei Behörden, der Krankenkasse, oder bei Firmen sind KI gestützt. Der Teilnehmer muss erst einer Maschine Fragen beantworten, bevor er mit einem Menschen sprechen kann. Selbst die Vereinbarung eines Termins beim Arzt oder Friseur kann zum Problem werden. Die Bürokratie, die hinter diesen Prozessen steckt, ist oftmals unverständlich und verkompliziert die Problemlösung für Senioren. Was muten wir unseren Eltern und Großeltern zu?
Ohne Internet geht nichts
Die Hilfe erfolgt in der Regel durch nahe Angehörige, aber auch eine pfiffige Haushaltshilfe kann hier eingreifen. Eine Haushaltshilfe ist das Universalgenie bei der Unterstützung von Senioren. Sie ist Gesprächspartnerin, Problemlöserin, Gesellschafterin und Vertraute in einer Person. Eines jedoch dürfen wir nicht vergessen, die technischen Voraussetzungen müssen vorhanden sein. Um zu helfen, muss die helfende Person nicht unbedingt vor Ort sein, das ist ein großer Vorteil. Es auch hervorzuheben, dass Recherche und Onlinezugänge rund um die Uhr möglich sind.
Wir müssen uns aber auch Ehrlichmachen und gestehen, das KI und die digitale Welt ihre Grenzen hat und nur bekannte Standardproblem lösen kann. Ein freundliches Gespräch von Mensch zu Mensch tut oftmals gut, vermeidet Missverständnisse und löst die eigentlichen Probleme. Fazit der Misere, jeder muss für sich die richtige Mischung aus digitaler und analoger Welt finden. Man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Vielmehr ist es legitim wenn Senioren bei vertrauten Menschen um Hilfe zu suchen und diese zulassen. Die Hilfsbereitschaft ist größer als oftmals angenommen wird. Wir sind es unseren Eltern und Großeltern schuldig.