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Ausgangssituation: Wasser auf meine Mühlen.

Schnell steigen die Luftbläschen im wilden Tanz nach oben an den Glasrand, das leise Prickeln summt in meinen Ohren. Ich beobachte das Treiben hinter dem Glas, während mir langsam der wundervolle Duft des frisch gebrühten Kaffees in die Nase steigt. Ich schließe die Augen und versinke nur einen klitzekleinen Moment in einer Erinnerung vor langer Zeit wo zum Wasser und Kaffee noch frische Brötchen, selbst gekochte Marmelade und leckere Wurst vom Metzger um die Ecke den großen runden Tisch geschmückt hat. Ich höre, das Kichern und Getuschel meiner Kinder und höre das Schlurfen der Hausschuhe meines Mannes, bis er am Tisch ankommt und mir Kaffee einschenkt. Ich öffne die Augen, der Geruch ist noch da. Doch der Tisch leer und das Einzige was zu hören ist, das immer leiser werdende Prickeln.

Alles wird mühseliger

Ein tiefer Atemzug entweicht meinen Lungen und mit einem Ruck stehe ich auf. Eine Hand fest auf den Tisch gepresst, um das Gleichgewicht zu halten, bis meine andere Hand den Stock, der mich stützt, erreicht hat. Langsam und wackeliger als ich es mir je eingestehen werde, schlurfe ich nun in die Küche, obwohl das Geräusch mich früher regelmäßig auf die Palme gebracht hat. Wieder ein Lächeln. Das schwarze Gold schwappt gefährlich hin und her als ich mich auf den Weg zurück mache. Die dunklen Flecken auf dem alten Teppich unter mir beweisen mir erneut wie holprig meine Schritte tatsächlich sind. Der Kaffee tut gut, belebt meinen Geist und die müden Knochen.

Wenn der Durst fehlt und der Hunger ausbleibt

Das Wasserglas scheint auf einmal greller geworden zu sein, scheint mich auffordernd anzublitzen. Mit der Stimme meiner Tochter im Ohr – „Mama du musst mehr Wasser trinken.“ greife ich schließlich danach und nehme einen kräftigen Schluck. Auch wenn meine Geschmacksnerven alle laut nach KAFFEE rufen, trinke ich das Glas leer und stelle es zufrieden ab. Wenn Mona da wäre, wäre es wohl im gleichen Moment nochmal aufgefüllt worden. Doch ich klopfe mir innerlich auf die Schultern und gewähre mir lieber die letzten heißbegehrten Schlucke Kaffee.

Das Ticken an der Wand und der darauffolgende Klang erinnern mich daran, dass zu all der Flüssigkeit vielleicht auch noch etwas Nahrhafteres meinen Magen erreichen sollte. Da von Brötchen und der leckeren Kirschmarmelade, die wir immer an den Wochenenden zubereitet haben, nicht viel zu sehen ist, führt mich mein Weg wieder in die Küche. Mit einem Knarren öffnet sich der Kühlschrank und zeigt sich in seiner vollen Pracht. Ich brauche nicht mehr viel und meist bringen die Kinder so viel mit, dass es mir Wochen reichen würde. Ich freue mich schon auf nachher, wenn Mona mit ihrem großen Korb voller Tupperdosen, die alle mal in meinen Schränken ihren Platz hatten, vorbeikommt und mir mit leuchtenden Augen erzählt was sie wieder alles ausprobiert hat. Für jetzt muss es ein Joghurt mit ein paar Haferflocken tun.

Unterstützung durch eine Haushaltshilfe

Mein Herz schlägt ein paar Takte schneller als ich endlich zurück am Tisch bin und die Schüssel etwas ruckartig abstelle, bevor meine Knie erleichtert einknicken und ich wieder sitze. Bevor ich aber mein kleines Frühstück beende, öffne ich die große Wasserflasche und schenke ein. Der wilde Tanz im Glas beginnt erneut und das leise Prickeln bricht die Stille, die so schwer lastet.

Ach, wäre das schön, wenn mir ab und zu eine Hilfe im Haushalt den Kaffee bringen würde und mich mit den neuesten Stadtgesprächen versorgt. So eine DaheimHelferin vielleicht, die sich um mich kümmert und unterstützt, wenn die Beine mal wieder nicht so wollen wie ich. Mona hat mir da mal einen Flyer mitgebracht. Seit Wochen schleiche ich schon drum herum. Sie meint es nur gut und tief in mir weiß ich, sie hat Recht. Ich spreche heute mit meiner Mona, denn sie soll bei den DaheimHelfern anrufen und fragen wie ich Hilfe bekomme.